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Wann sind die Verhältnisse für eine Ballonfahrt geeignet ?  

Der Ballon ist eines der anspruchsvollsten Luftfahrzeuge was die Wetterverhältnisse anbelangt.
Der Bodenwind sollte ca. 15 km/h nicht überschreiten, es darf weder regnen noch schneien oder Nebel haben. Schlussendlich, da ein Heissluftballon eine Kugel heisser Luft ist, sollte sie sich in relativ stabilen Luftschichten bewegen. Das heisst, jegliche thermische Phänomene sollten vermieden werden (genau die, die von den Segelflugzeugen gesucht werden).

Aus diesen Gründen fahren die Ballone in der Sommerzeit ab Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang.
Während der Winterzeit kann auch tagsüber gefahren werden.
Während einer Ballonfahrt trifft man grundsätzlich keine Turbulenzen oder „Luftlöcher“ an.
Da ein Ballon keine Eigengeschwindigkeit hat sondern nur durch die Windbewegung fortbewegt wird, handelt es sich um ein statisches Luftfahrzeug und aus diesem Grunde spricht man in der deutschen Sprache auch von einer Ballonfahrt und nicht einem Ballonflug.

Welche Kleidung für eine Ballonfahrt ?

Tragen Sie Kleider wie für einen Spaziergang im Freien und in denen Sie sich wohlfühlen.
Es wird geraten keine Kleider aus Nylon sondern eher aus Baumwolle zu tragen.
Im Ballonkorb herrscht ungefähr die gleiche Temperatur wie ausserhalb.
Pro 100 m Höhe ab Grund nimmt die Temperatur um 0,6 - 1° Celsius ab. Allerdings gibt der Brenner relativ viel Wärme ab, sodass man eigentlich selbst im Winter nie richtig friert.
Bei einer Fahrt am Abend ist daher eher warme Kleidung für die Zeit nach der Landung empfohlen.
Auch ist es einfacher in Hosen in den Ballonkorb zu klettern, als mit einem Rock.
Da der Landeort selten zuvor bestimmt werden kann ist es wünschenswert, gute Schuhe zu tragen (von Schuhen mit hohen Absätzen wird dringend abgeraten !).


Kann man einen Fotoapparat mitnehmen ?

Selbstverständlich. Es ist sogar sehr empfehlenswert. Eine Kamera, Photoapparat oder Fernglas bei einer Ballonfahrt mitzuführen bietet absolut kein Problem. Allerdings sollte man die Schutzhülle für die  Landephase nicht vergessen … und einen Zusatzfilm für analoge Kameras. Sie werden erstaunt sein, wie viele interessante Sujets sich zum Aufnehmen empfehlen.    


Wie lange dauert eine Fahrt ?
 

Für eine Ballonfahrt sollte man total ca. 4-6 Stunden einplanen. Nach der Festlegung des Startortes und der Vorbereitung des Ballones  ist man ca. 1 ½ Std. in der Luft. Nachdem die Nachfahrequipe den Balllon nach der Landung gefunden hat, rechnet man ungefähr 30 Minuten um die Ausrüstung wieder zu verräumen.
Nach dem Begiessen des Ereignisses fährt man gemeinsam mit dem Wagen an den Ausgangsort zurück.    


Welche Distanz legt man zurück ?
 

Dies ist abhängig von der Windgeschwindigkeit.
Je nach Höhe kann die Windgeschwindigkeit und Richtung wesentlich ändern.
Es wäre sogar möglich, wieder an den Ausgangspunkt zurückzukommen!
Aber in der Regel legt man während einer Ballonfahrt 5 - 40 km zurück, obwohl auch Fahrten von 80 km nicht ausgeschlossen sind.    


Wo landet man ?

  
« Eines der Glücksgefühle des Ballonfahrers ist, nicht zu wissen wohin man fährt und trotzdem zu fahren ».  
Wohl kann die Startzone ausgewählt werden, nicht jedoch die Landezone.
Immerhin versucht der Pilot aufgrund seiner Kenntnisse und der Tagesmeteo ein Gelände nahe an einer Strasse, ohne Vieh oder Stacheldrahtzaun zu finden und Kulturen und elektrische Leitungen zu vermeiden.
Da diese Bedingungen nicht immer leicht zu erfüllen sind, kann es vorkommen, dass der Pilot an einem weniger idyllischen Ort zur Landung ansetzen muss.
Gute Wanderschuhe zu tragen kann daher also sehr empfehlenswert sein.
(Seien Sie Versichert, dass es sich hier um Ausnahmen handelt, aber nicht ausgeschlossen werden können).    


Bis auf welche Höhe kann man steigen ?
 

 Die heute benutzten Sportheissluftballone sind konzipiert um auf eine Höhe von cirka 8'000 Meter / Meer zu steigen.
Ohne zusätzlichen Sauerstoff für die Besatzung darf man allerdings auf maximal 4'000 Meter Höhe steigen.
Auch hier hängt die Fahrt von der Gegend ab.
Während man in den Bergen auf einer Höhe von ca. 2'000 bis 3'000 Metern fahren muss, kann man im ebenen Gelände die Baumwipfel aus der Nähe betrachten.
Der Pilot versucht in der Regel, den Passagieren von allem etwas zu bieten.    


Was ist, wenn eine Person Schwindelanfällig ist ?
 

Sie wären erstaunt zu wissen, wie vielen Piloten auf einem Berg oder einer Leiter schwindelig wird und die trotzdem fliegen! 
Seien Sie versichert,  in einem Ballonkorb empfindet man sehr wenig bis gar keinen Schwindel.
In der Tat ist das Schwindelgefühl oft abhängig von einer Verbindung zum Boden. Da der Ballonkorb während der Fahrt absolut frei ist, manifestiert sich das Schwindelgefühl nicht.
Auch ist der Korbrand relativ hoch, was wiederum ein Gefühl der Sicherheit gibt.
Es ist also kaum wahrscheinlich, dass ein Schwindelgefühl Ihre Fahrt  verunglimpfen wird.    


Ich habe gesundheitliche Probleme. Kann ich trotzdem mitfahren?
 

Die nachfolgenden Erklärungen sind rein informativer Art. In keiner Art und Weise kann dadurch der Pilot verantwortlich gemacht werden. Im Falle eines Zweifels sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

Ein allfälliges Problem muss auf jeden Fall vor der Fahrt dem Piloten mitgeteilt werden.
 
 
Schwangere Frauen : normalerweise gibt es keine Kontraindikation aber in den letzten Monaten der Schwangerschaft abzuraten. Man muss beachten, dass die Landung etwelche Stösse mit sich bringen kann.
  
Physische Behinderung : Abhängig von der Behinderungsart. In der welschen Schweiz existiert ein Rollstuhlfähiger Ballonkorb. Sprechen Sie Ihren Piloten darauf an.

   Mentale Behinderung : A priori keine Kontraindikation aber je nach Fall zu entscheiden.  

Herzkrankheiten : Vorgängig mit Ihrem Arzt abzusprechen.  

Ältere Personen: ein hundertjähriger Freiburger hat an seinem hundertsten Geburtstag seine erste Fahrt in Marly (FR) gemacht. Dies mit Erlaubnis seines Arztes und das Ganze wurde ohne Probleme abgewickelt. Im Generellen kann eine Gefahr einer Insuffizienz des Knochenbaus bei einer „sportiven“ Landung die Gefahr eines Knochenbruchs zur Folge haben.    


Ab welchem Alter kann man mitfahren ?
 

Kleine Kinder können nicht über den Korbrand sehen. Oft haben sie  auch Angst vor dem Geräusch des Brenners und der Flammen. In der Folge akzeptieren Piloten Kinder ab ca. 10-12 Jahren.